Donnerstag, 27. August 2015

2005... mein Jahr des Grauens!

Als Ihr eben den Titel des Post`s gelesen habe dachtet ihr sicher:Was? Jahr des Grauens? so schlimm kann das doch sicher nicht gewesen sein... Und ich sage euch ganz ehrlich oh doch es kann!!

Ihr müsst wissen ich habe bis 2005 recht gute Vortschritte gemacht was meine Bewegung angeht. Ich hatte es mit viel Übung und Therapie geschafft an einem Rollator und später sogar kleine Strecken an Unterarmstützen zu laufen... noch besser ich war sogar in der Lage 5-6 Schritte ganz ohne Hilfe freihändig zu laufen. Darauf war ich wirklich sehr stolz, auch wenn ich dass nicht immer so zeigen konnte weil es Zeiten gab an denen ich sehr faul war und mir so ziemlich alles egal war.

Als ich im Herbst 2004 erfahren habe das ich 2005 Operriert werden sollte dachte ich zuerst:"Oh dann werden meine Rückenprobleme bestimmt weniger und ich werde vill. Irgendwann sogar ganz normal laufen können."
Doch irgendwas tief in mir sagt mir das es nicht so kommen wird... und ich sollte recht behalten.

Vor der OP versucht ich natürlich noch so viel Zeit wie möglich mit meiner besten Freundin zu verbringen, dazu zählte auch das ich die Erlaubnis bekam an einem Wochende das erste mal bei ihr zu übernachten, ich war natürlich ganz aus dem Häuschen als ich das erfahren habe. Das Wochenende war einfach toll nicht nur weil wir einfach mal mehr Zeit füreinander hatten, nein die Eltern waren auch super nett zu mir und habe mich mit offenen Armen in Ihrem Zuhause empfangen. Wir Mädels haben die ganze Zeit rumgealbert, viel gelacht und natürlich über Jungs gequatscht.

Weiter gehts im 2. Teil.......

Dienstag, 25. August 2015

Die ersten Jahre im Rollstuhl! Fluch & Segen zugleich! Teil 2

Als ich dann in die Schule kam war das natürlich alles neu und aufregend für mich, die Einschulung, die ersten Tage im Klassenzimmer, die Lehrer und der Unterricht. Ich habe mich aber recht schnell an die neue Situation gewöhnt.

Dazu beigetragen hat zum größten Teil meine beste Freundin, ich habe sie damals im Kindergarten kennengelernt und wir waren vom ersten Tag an die allerbesten Freundinen. So war ich natürlich total happy als ich erfahren habe das wir beide auch noch in die selben Klasse kommen.

Jahr um Jahr verging und in der Zeit ist auch einiges passiert, Es gab schöne Tage in denen wir z.B. tolle Ausflüge mit der Klasse gemacht haben oder auch schöne Projektwochen gestaltet haben. Aber es gab natürlich auch die weniger schönen Tage wie z.B. wenn mal wieder die Zeugnisausgabe vor der Tür stand, da meine schulischen Leistungen nicht immer so brillant waren.

Doch auch meine gesundheitliche Situation wurde mit vorranschreiten der Jahre nicht unbedingt besser, im gegenteil, meine Beinmuskulatur trohte ohne ausreichende Therapie immer mehr zu verkümmern und an Stärke zu verlieren. Aber nicht nur das, denn auch meine Wirbelsäulenverkrümmung wurde nach und nach immer mehr. Und so fasste mein Vater im Herbst 2004 den Endschluss mich einer Wirbelsäulenoperation zu unterziehen.

Was das für weitreichende Folgen für mich hatte erfahrt ihr in meinem nächsten Post.
Und ihr könnt mir eins glauben ich verfluche das Jahr 2005 bis heute und würde am liebsten die Zeit zurückdrehen um einiges zu ändern...

Donnerstag, 20. August 2015

Die ersten Jahre im Rollstuhl! Fluch & Segen zugleich!

Ich musste schon früh lernen damit umzugehen das ich nicht wie andere Kinder toben, rennen und spielen konnte. Das war für mich nie möglich ich saß immer nur Zu hause und konnte mich nur mit mir selbst beschäftigen. Und wenn ich dann doch mal mit meiner Oma draußen unterwegs war, passierte immer das selbe.

Auf der einen Seite begegnen mir Leute, die Mitleid mit mir haben und zu mir sagten:" Ach du armes Ding, das ist doch bestimmt nicht schön den ganzen Tag in den Rolli sitzen zu müssen oder?" Denen Antworte ich dann immer:" Ich kenne es ja nun mal nicht anders."
Auf der Anderen Seite kommen Kinder auf mich zu und sagen zu ihren Eltern:" Schau mal Mami ich will auch mal da drin sitzen." Denen sage ich immer ganz behutsam (je nachdem wie alt sie sind) dass sie doch Froh sein sollten das sie laufen können.

Kinder sehen so einen Rollstuhl meist als großen Spaß an, denn man wird ja den ganzen Tag durch die Gegend geschoben und muss sich ja nicht selbst anstrengen. Und wenn man keinen Lust mehr hat steigt man einfach wieder aus,so denken die meisten kleinen Kinder. Aber genau das ist eben nicht so wenn man von Geburt an auf so einen Rollstuhl angewiesen ist.... man kann nicht einfach wieder "aussteigen" wie aus einem Karussell.

Als für mich die Zeit gekommen war in den Kindergarten zu gehen war das für mich alles gar nicht so schlimm, denn ich hatte nicht nur das Glück jeden Tag von einem Taxiunternehmen von Zu hause geholt und auch wieder nach Hause gebacht zu werden. Nein ich kam auch noch in einen Kindergarten wo nur Kinder mit körperlicher und geistiger Behinderung waren. So waren die bekannten Berührungängste für mich gar nicht gegeben.Und die Schule auf die ich später gehen sollte war sogar im daneben liegenden Gebäudekomplex, so das ich mich beim Schritt vom Kindergarten in die Schule nicht noch an eine neue Umgebung gewöhnen musste.

weiter gehts im 2. Teil des Post`s...